OP notwendig / Vorstellung in der Klinik

Am Montag, den 02.07. hatte ich den nächsten Termin bei meinem Orthopäden um mit ihm über den Befund des MRT und der weiteren Vorgehensweise zu sprechen. Die Begeisterung hielt sich natürlich in Grenzen, da ich schon wusste was mich wohl erwartet. Er hat auch gar nicht lang um den heißen Brei herumgeredet und mir sofort zu einer OP geraten – alles andere wäre nicht sinnvoll. Da mein Außenmeniskus wohl auch was abbekommen hat, sollte die OP auch nicht mehr all zu lang auf sich warten. Er hat mir eine Privatklinik (Nova Clinic, BC) empfohlen, die er Patienten mit Kreuzband- und Meniskusverletzungen immer wärmstens weiter empfiehlt, mir jedoch bis dato noch unbekannt war. Dieser Tipp bestätigte sich bei einem Gespräch mit einem weiteren Orthopäden den ich um eine Zweitmeinung gebeten habe, sowie auch durch die Erfahrungsberichte eines Physiotherapeuten im Bekanntenkreis, der mit Patienten dieser Klinik bisher nur gute Ergebnisse zu Gesicht bekommen hat.

Und so durfte ich mich am folgenden Donnerstag, 05.07. in der Klinik vorstellen. Das Gespräch mit dem operierenden Arzt war sehr angenehm! Er hat sich genügend Zeit genommen sich nochmals die MRT-Bilder anzusehen und auch mein Knie zu untersuchen. Auch er bestätigte mir nochmals dass eine OP notwendig ist und auf Grund einer möglichen Meniskusverletzung nicht mehr all zu lang gewartet werden sollte. Gemeinsam sind wir Schritt für Schritt die Behandlungsmethode durchgegangen. Auf alle Fragen und Bedenken meinerseits ist der Arzt immer verständnisvoll eingangen und hat mir sachlich erklärt was/wie/warum gemacht wird. Von Anfang an habe ich mich dort sicher und wohl gefühlt, gemerkt dass ich in guten Händen bin!

Er hat mich in Form der Patientenaufklärung ausführlich in die Vorgehensweise bei einer Kreuzbandplastik eingeführt, alle Schritte beim Eingriff erklärt und über wichtige Punkte informiert die es zu beachten gilt. An jenem Donnerstag lag der Unfall genau 6 Wochen zurück. Mein Knie war zu diesem Zeitpunkt nur noch sehr leicht geschwollen, komplett reizfrei und bewegungsfähig – somit operationstauglich! Bei der Wahl des OP-Termins ging der Arzt nur meinen Wünschen und Bedürfnissen nach, hat sich sozusagen nach meinem Terminplan gerichtet! In eigenem Interesse wollte ich es so schnell wie möglich hinter mich bringen und bat um den nächstmöglichen Termin – dieser war 1 ½ Wochen später, am 16.07.

Zur eigentlich ambulanten OP wurde mir eine Nacht stationärer Aufenthalt empfohlen, um bei starken Schmerzen oder anderen auftrentenden Problemen sofort ein Pflegepersonal um mich haben zu können. Dem Ratschlag bin ich gefolgt und habe die eine Nacht Aufenthalt in der Klinik aus eigener Tasche gezahlt! Rückblickend bin ich froh über diese Entscheidung. Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen nach einer solchen OP direkt im Anschluss nach Hause zu humpeln, inkl. Drainagen! Der stationäre Aufenthalt ist also sehr empfehlenswert und sinnvoll!

Eine freundliche Assistentin des Arztes ist mit mir anschließend noch den zeitlichen Ablauf am OP-Tag sowie eine kleine Checkliste durchgegangen. Zuletzt wurden mir im hausinternen Sanitätshaus gleich noch Gehhilfen mitgegeben um das Gehen mit den Krücken schon mal üben zu können – speziell Treppen steigen ist anfangs etwas schwierig und wackelig. Man kann sich merken: gesund gehts aufwärts, krank abwärts. Soll heißen, beim hinaufgehen von Treppen zuerst das gesunde Bein voran, beim herabgehen von Treppen kommt das kranke Bein zuerst. Aber nach ein paar Treppen hat man den Dreh raus und wird sich später schnell an sein Handicap gewöhnen.

Soweit so gut, mein OP-Termin steht fest und ich kann mich darauf nun vorbereiten. Klingt etwas doof, aber gerade so Dinge wie Getränke holen oder nochmals eine wenig die Bude säubern sollte man vielleicht noch vor der OP erledigen, denn danach geht das vorerst nicht mehr so einfach. Mein Gespräch mit dem Narkosearzt habe ich am selben Tag der OP, quasi kurz bevor es losgeht. Meine allgemein körperliche Verfassung inkl. aller Werte was EKG, Blutdruck, Puls, etc. angeht sind laut Hausarzt in Ordnung, sodass ein gesonderter Termin mit dem Anästhesist ein paar Tage vor der OP nicht notwendig sind. Sollte man unter Krankheiten leiden oder in regelmäßigen Abständen gewisse Medikamente zu sich nehmen, ist das dem Arzt natürlich mitzuteilen – es muss aber von jedem Patienten so oder so ein kleiner Fragebogen zum Gesundheitszustand ausgefüllt werden 😉

Ich bin bereit, dann kann’s ja losgehen…

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